logo-nsp-bigger

Sondierbohrung im Gebiet Röseren bei Liestal/Frenkendorf geplant

Die Schweizer Salinen planen 2024 eine Sondierbohrung im Gebiet Röseren bei Liestal und Frenkendorf, um genauere Daten über die Beschaffenheit und Ausbildung des Salzvorkommens in diesem Gebiet zu gewinnen. Am 16. Januar informierten die Schweizer Salinen die lokale Bevölkerung über das Projekt und das weitere Vorgehen.

An der Informationsveranstaltung vom 16. Januar 2024 im Hotel Bienenberg bei Liestal informierten der Kanton Basel-Landschaft und die Schweizer Salinen die Bevölkerung über die Sondierbohrung im Gebiet Röseren.

Im letzten Quartal 2020 führten die Schweizer Salinen im Konzessionsgebiet der Kantone Baselland und Aargau seismische Messungen durch, um den geologischen Untergrund genauer zu untersuchen und neue mögliche Salzabbaugebiete zu evaluieren. Es gehört zum üblichen Vorgehen, die so gewonnenen Daten mittels sogenannter Sondierbohrungen zu verifizieren und zu vervollständigen. Dadurch werden auch Informationen über die Beschaffenheit und Ausbildung des Salzvorkommens sowie des darüberliegenden Deckgebirges gewonnen. So fand von Ende Juli bis Dezember 2022 im Gebiet Stritacher der Gemeinde Pratteln eine Sondierbohrung statt.

Grösste Rücksicht auf Mensch und Umwelt

Eine erste Sondierbohrung im Gebiet Röseren ist bereits 1986/1987 erfolgt. Nun planen die Schweizer Salinen 2024 in diesem Gebiet eine weitere Sondierbohrung. Diese soll auf der Parzelle 281 am Rande der Bienenbergstrasse durchgeführt werden. Die seismischen Messungen weisen darauf hin, dass im Gebiet Röseren eine stabile und gut zugängliche Salzschicht vorliegt. Mit der Sondierbohrung soll genau geprüft werden, ob sich das Gebiet tatsächlich für eine spätere Salzgewinnung eignet.

Die Bohrarbeiten einschliesslich der Vorbereitung werden ca. 6 Monate dauern. Die zu erwartende Bohrtiefe liegt bei etwa 570 Metern. Während der Bauarbeiten können sämtliche Strassen und Wege weiterhin benutzt werden. Die Schweizer Salinen werden bei der Durchführung der Sondierbohrung grösste Rücksicht auf Mensch und Umwelt nehmen und den Baustellenverkehr sowie Emissionen so gering wie möglich halten. So sind eine etwa drei Meter hohe Schallschutzwand und der Einsatz von schallreduzierten Bohrgeräten vorgesehen. Die für die Sondierbohrung benötigte Fläche beträgt 29 auf 36 Meter.

Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit

Am 16. Januar führten die Schweizer Salinen gemeinsam mit den kantonalen Behörden eine Informationsveranstaltung für die lokale Bevölkerung durch, an der über 50 Personen teilnahmen. Von Seiten des Kantons Basel-Landschaft waren der Baselbieter Regierungsrat Dr. Anton Lauber und Dr. Adrian Auckenthaler, Leiter des Ressorts Wasser und Geologie im Baselbieter Amt für Umwelt und Energie (AUE), vertreten.

Dr. Urs Hofmeier, CEO der Schweizer Salinen, legte dar, warum die Sondierbohrung im Gebiet Röseren wichtig für die langfristige Solfeldplanung und die Salzversorgung der Schweiz ist. Dr. Andreas Kühni, Leiter Abteilung Exploration und Gewinnung bei den Schweizer Salinen, erklärte unter anderem das Vorgehen für die Sondierbohrung sowie die geologischen Verhältnisse im Gebiet Röseren. Der Liestaler Stadtpräsident Daniel Spinnler und der Frenkendorfer Gemeindepräsident Roger Gradl erläuterten ihre Standpunkte zur geplanten Sondierbohrung.

Im Anschluss an die Präsentationen und im Rahmen des Apéros nutzen die anwesenden Gäste die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Die anwesenden Fachleute konnten diese allesamt beantworten.  

Die nächsten Schritte

Die Sondierbohrung wird unter Auflagen des Amtes für Umweltschutz und Energie (AUE)  und in Absprache mit den Gemeinden Liestal und Frenkendorf und dem Landbesitzer erfolgen. Ein entsprechendes Bohr-/Baugesuch wird demnächst eingereicht. Sobald dieses bewilligt ist, können die Schweizer Salinen mit den Arbeiten beginnen. Geplant ist, die Sondierbohrung von Mai bis Spätherbst 2024 durchzuführen.

Innerhalb von zwei Jahren nach Bohrende werden die Schweizer Salinen über das weitere Vorgehen entscheiden. In diesem Zeitraum bleibt der Bohrplatz in stark reduzierter Grösse bestehen. Das Projekt wird geologisch begleitet durch die Firma Geotest AG aus Münchenstein. Für die Bohrung selbst ist die Firma Daldrup & Söhne AG verantwortlich.

Ausblick

Sollten die geologischen Ergebnisse der Sondierbohrung positiv sein, würde in den weiteren Schritten die Planung des Solfeldes erfolgen und im Anschluss die Planung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Anschliessend würde die Einreichung des Dossiers beim Kanton erfolgen, was jedoch nicht vor 2025 der Fall sein wird. Sollten die geologischen Ergebnisse nicht die erwarteten Resultate aufzeigen, würden die Schweizer Salinen ihre Erkundungsarbeiten fortsetzen. 

Die Schweizer Salinen informieren über die Sondierbohrung Röseren und zu weiteren aktuellen Projekten in der Region unter www.saline.ch und über Lokalmedien.

Diesen Beitrag teilen auf:

Ihre Ansprechpartner

Dr. Urs Ch. Hofmeier

CEO

Tel. +41 61 825 51 51
urs.hofmeier@saline.ch

Carlo Habich

Delegierter für Soleförderung und Nachhaltigkeit

Tel. +41 61 825 51 51
carlo.habich@saline.ch

Benjamin Sutter

Leiter Rohstoffsicherung Kanton AG

Tel. +41 79 770 06 81

Montag bis Donnerstag ganztags

benjamin.sutter@saline.ch

Verwandte Beiträge