Aufwertung des ehemaligen Steinbruchs «Chlosterchöpfli» in Muttenz

Das «Chlosterchöpfli» bietet zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum. Dank diversen Massnahmen, initiiert durch die Bürgergemeinde Muttenz, erfährt dieses Gebiet nun eine umfassende Aufwertung. Der Naturfonds «Salzgut» der Schweizer Salinen unterstützt das Projekt finanziell.

Ein Horststandort für felsenbrütende Vogelarten wird angebracht.

Der im Süden von der Gemeinde Muttenz gelegene ehemalige Steinbruch «Chlosterchöpfli» weist eine ausserordentliche Vielfalt an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten auf. Auf einem etwa drei Hektaren grossen Gebiet finden sich offene Kalkschutthalden, Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Orchideen, Ansätze von Flaumeichenwald sowie zwei Amphibienlaichgewässer. Ein Mosaik an wertvollen und wichtigen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.

Nebst den vielfältigen Pflanzenarten und schützenswerten Tieren wie beispielsweise der Ödlandschrecke und dem Braunauge-Schmetterling haben sich in dem Gebiet jedoch auch zahlreiche Büsche verbreitet. Diese, sowie hochwachsende Bäume, welche die Felswand beschatten, führten nach und nach zu einer Verschlechterung der Lebensraumbedingungen für diverse besondere Tier- und Pflanzenarten.

Eine Nisthilfe in der Felswand.

Nisthilfen und Freistellung der Felswände

«Aus diesem Grund hat sich die Bürgergemeinde Muttenz entschieden, den Standort durch gezielte Aufwertung zu erhalten und eine Reihe von Zielarten besonders zu fördern», sagt der Projektleiter Felix Berchten von der Hintermann & Weber AG. Er hat im Auftrag der Bürgergemeinde ein Konzept für die Aufwertung des Gebiets erarbeitet. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt durch den Naturfonds «Salzgut», der einen wichtigen Baustein in der Nachhaltigkeitsstrategie der Schweizer Salinen darstellt.

«Im Zentrum der geplanten Massnahmen stehen die Freistellung der Felswände und die Entbuschung der Schutthalden. Zudem ist auch die Schaffung eines lichten Waldes und die Anbringung von Nisthilfen sowie diverser Kleinstrukturen vorgesehen», sagt Felix Berchten.

Weitere Schritte im Jahr 2022

Verschiedene Massnahmen konnten bereits im vergangenen Jahr 2021 umgesetzt werden. So entfernte man beispielsweise zahlreiche Büsche, was zu einer besseren Besonnung der Kalkschutthalden führte. Dies fördert wiederum das Wachstum von seltenen Krautpflanzarten. Auch brachte man in der Felswand ein Horststandort für felsenbrütende Vogelarten an. «Wir hoffen, dass die Vägel den Horststandort bereits im laufenden Jahr annehmen und wir dort bald schon brütende Vögel beobachten können», sagt Felix Berchten.

Für das laufende Jahr sind bereits weiterführende Massnahmen geplant. An ausgewählten Stellen will man die Vielfalt der Krautvegetation durch das Ausbringen von in anderen nahegelegenen Lebensräumen gesammelten Samen erhöhen. Auch die Information der Bevölkerung liegen der Bürgergemeinde, dem Revierförster und Felix Berchten am Herzen. So liegen im Gebiet zwei bis drei beliebte Feuerstellen, bei denen Leute häufig Abfall zurücklassen. «Deshalb sind Massnahmen geplant, um die Besucherinnen und Besucher zu sensibilisieren», sagt Felix Berchten.

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