Schweizer Salinen passen Abbauplanung an und sistieren Salzgewinnung unter der Rütihard

Um die Schweiz jederzeit solidarisch, unabhängig und zuverlässig mit Salz aus einheimischer Produktion zu versorgen, benötigen die Schweizer Salinen Planungssicherheit in Form gesicherter Rohstoffreserven. Die jüngst zunehmenden regionalpolitischen Hürden und Verzögerungen für die geplante Salzförderung unter der Rütihard in Muttenz/BL tragen daher zu einer erheblichen Erhöhung des versorgungspolitischen und unternehmerischen Risikos bei und veranlassen das Unternehmen zu einer Neubeurteilung. Die Schweizer Salinen sistieren das Projekt zur Soleförderung unter der Rütihard für mindestens 20 Jahre und passen die Planung der heimischen Soleförderung in den Konzessionsgebieten an.

Die Schweizer Salinen garantieren im Auftrag aller Schweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein die sichere und solidarische Versorgung aller Regionen mit Schweizer Salz. Voraussetzung für das zuverlässige Erbringen ihres Auftrags ist eine im Projektablauf zunehmende Planungssicherheit bei der Erschliessung neuer Fördergebiete.

Salzgewinnung unter der Rütihard sistiert

Angesichts regionalpolitischer Unsicherheiten und Verzögerung bei der Planung eines neuen Fördergebiets für die Saline Schweizerhalle in Muttenz/BL nahmen die Schweizer Salinen jüngst eine Neubewertung der resultierenden Risiken vor. In der Folge passen sie ihre Pläne zur Salzversorgung der Schweiz aus einheimischer Produktion teilweise an. Das Projekt zur Salzgewinnung unter der Rütihard in Muttenz/BL wird per sofort sistiert und für mindestens 20 Jahre zurückgestellt.

Szenarien zur Sicherstellung der Salzversorgung

Im Auftrag des Verwaltungsratsausschusses erarbeitet die Geschäftsleitung der Schweizer Salinen in den kommenden Monaten alternative Szenarien, um die Versorgungssicherheit auch ohne das bisher eingeplante Salz aus der Tiefe unter der Rütihard zu gewährleisten. Im Raum stehen Optionen in den heutigen Konzessionsgebieten, einschliesslich der Betriebsverlängerung bestehender Förderfelder, sowie mögliche Alternativen ausserhalb der Konzessionsgebiete.

Köbi Frei, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Salinen AG, führt aus: „Der unternehmerische Entscheid, die Salzabbaugebiete neu zu priorisieren, gibt uns die nötige Handlungsfähigkeit, um die Versorgungssicherheit der Schweiz weiterhin sicherzustellen. Die Rohstoffplanung im Baselbiet und darüber hinaus wird somit neu beurteilt. Trotz dieses Entscheids können die Schweizer Salinen die Versorgung der Schweiz mit Salz aber zu jeder Zeit gewährleisten. Dafür werden allenfalls auch Importe notwendig sein. Wir möchten dieses Mittel allerdings so wenig wie möglich nutzen, weil die Versorgung aus heimischer Produktion ökologisch und ökonomisch nachweislich besser ist.“

Dr. Urs Ch. Hofmeier, Geschäftsführer der Schweizer Salinen AG: „Die Kantone bevorzugen in der Schweiz gefördertes und verarbeitetes Salz, weil es wirtschaftlicher ist und mit einer besseren Ökobilanz punktet. Wie die Pandemie uns zudem deutlich vor Augen führte: Eine vom Ausland autonome Versorgung garantiert die nötigen Ressourcen in ausserordentlichen Lagen oder Krisensituationen, wenn auf Importe kein Verlass ist.”

Konzessionsverlängerung wahrt Interessen der Schweiz

Um die Salzversorgung der Schweiz langfristig sicherstellen zu können, verfolgen die Schweizer Salinen seit geraumer Zeit auch die Verlängerung der auslaufenden Konzessionsverträge mit den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft. Die bisherigen Vereinbarungen laufen 2025 aus.

Dr. Anton Lauber, Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, legt dar: „Die Salzvorkommen in der Nordwestschweiz sind ein wertvoller Standortvorteil. Die Rütihard soll deshalb im Konzessionsgebiet verbleiben auf der Basis, dass die Soleförderung für mindestens 20 Jahre nicht weiterverfolgt wird. Dies gibt der kommenden Generation die Option, Vorzüge und Nachteile einer regionalen Salzgewinnung und -produktion unter neuen Vorzeichen zu beurteilen.“

Beatrice Simon, Regierungsrätin des Kantons Bern verdeutlicht die Bedeutung der Schweizer Salinen für die Schweiz: „Die Salzversorgung der Schweiz bringt den solidarischen Grundgedanken unseres Landes vorbildlich zum Ausdruck. Für einen Kanton wie Bern ist die garantierte Belieferung aller Winterdienste zu gleichen Konditionen von grösstem Wert. Unser Dank gebührt den Gemeinden im Aargau, Baselbiet und Waadtland, die das Weiterbestehen unserer Salinen ermöglichen und damit allen Schweizer Kantonen Unabhängigkeit verschaffen.“

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News und Events

19. Okt

Einladung zum Besuchstag: Seismik hautnah erleben

Erleben Sie an den Besuchstagen vom 24. Oktober in Pratteln und 14. November in Möhlin hautnah einen Vibrotruck in Aktion. Während den regelmässig stattfindenden Live-Messungen erläutern Geologen, was sie beim Blick in die Erdkruste in Erfahrung bringen. Anschliessend sind Sie herzlich zu einer Verpflegung eingeladen.

13. Okt

Lokale Geologie zum Anfassen am Seismik-Besuchstag der Schweizer Salinen

Die Vorbereitungen für die seismischen Messungen der Schweizer Salinen erfolgen planmässig und in Rücksprache mit allen Betroffenen. Vor dem Start der eigentlichen Seismikuntersuchung Ende Oktober vermessen Ingenieure aktuell die geplanten Messrouten. Am 24. Oktober und 14. November hat die Bevölkerung Gelegenheit, den Vibrotruck in Pratteln und Möhlin in Aktion zu sehen und mitzuerleben, welche Informationen die Geologen dem Untergrund ohne Bagger und Bohrer entlocken können.

28. Sep

Baumfällaktion auf dem Areal der Schweizer Salinen

In der Woche vom 12. bis zum 16. Oktober 2020 lassen die Schweizer Salinen durch den Forstbetrieb Pratteln, Muttenz und Frenkendorf aufgrund von Krankheitsbefall diverse Baumfällungen auf ihrem Gelände in Pratteln durchführen, um die Sicherheit der Passantinnen und Passanten sowie der naheliegenden Gebäude zu gewährleisten.

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