News und Events

23. Mrz

Abschluss zweite Sondierbohrung auf der Rütihard

Die zweite Sondierbohrung der Schweizer Salinen im Gebiet Rütihard ist beendet. Als nächste Schritte folgen die Renaturierung der Bohrstelle und die Sanierung der Waldstrasse.

12. Feb

Update zur zweiten Sondierbohrung der Schweizer Salinen auf der Rütihard

Trotz sorgfältiger Vorbereitung nehmen die Arbeiten nach wie vor mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen.

17. Dez

Seismische Messungen im Konzessionsgebiet

Die Schweizer Salinen informierten am 13. Februar 2020 im Bata Clubhaus in Möhlin über ihre Pläne zur Sicherung der künftigen Salzgewinnung.

Rütihard Muttenz

Schonungsvolle Salzgewinnung unter der Rütihard

Die aktiven Salzfelder der Saline Schweizerhalle versorgen die Region und die Schweiz nur noch bis 2025 mit hochwertigem Salz für Haushalte, Landwirtschaft, Industrie und Pharmaprodukte. Spätestens dann müssen die Schweizer Salinen neue unterirdische Salzvorräte erschliessen, um ihren öffentlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Die Schweizer Salinen nehmen die Einwände der lokalen Bevölkerung ernst und suchen den Dialog. Sie stehen zu ihrer Verantwortung, bei der Salzgewinnung unter der Rütihard die Landschaft und ihre Bewunderer zu respektieren.

Das Wichtigste: Rütihard bleibt Rütihard

  • Die Rütihard bleibt öffentlich. Spaziergänge, Velotouren und Ausritte werden zu jeder Zeit möglich sein. Die Rütihard bleibt ein Raum für alle.
  • Die Rütihard bleibt ein Ort der Ruhe. Die unterirdische Salzförderung ist geräuschlos, die Erschliessungsarbeiten werden so kurz und so schonungsvoll wie möglich gehalten.
  • Die Rütihard bleibt fruchtbarer Boden. Salzgewinnung und Landwirtschaft laufen seit jeher Hand in Hand. Es bleiben keine sichtbaren Spuren der Salzgewinnung zurück.
  • Die Rütihard bleibt eine harmonische Nachbarschaft. Die Vorbereitungsarbeiten sind lediglich in Schrittweite hörbar. Langsame Bohrmethoden verursachen keinerlei Erschütterungen oder Probleme an Gebäuden.

Nachhaltige Salzgewinnung respektiert die Natur

Verpflichtung zum Dialog mit der Bevölkerung

Die Schweizer Salinen nehmen die Bedenken der Bevölkerung von Muttenz ernst. Das Unternehmen anerkennt den Wert der Rütihard als fruchtbares Landwirtschaftsgebiet und beliebte Freizeitfläche. Die Schweizer Salinen verpflichten sich dazu, die oberflächlichen Auswirkungen der unterirdischen Salzgewinnung so kurz und so gering wie möglich zu gestalten.

Der Bürgerrat und der Gemeinderat der Einwohnergemeinde Muttenz haben unter Einbezug der Schweizer Salinen ein breit geführtes Dialogverfahren initiiert.  Es wird von zwei erfahrenen Mediatoren geleitet. Weitere Informationen sowie Mitteilungen zum Dialog Rütihard finden Sie unter www.dialogruetihard.ch.

Lokale Salzgewinnung ist unverzichtbar

Ohne das tief unter der Rütihard gelagerte Salz sind die heimischen Salzvorräte der Saline Schweizerhalle spätestens 2025 erschöpft. Auch wenn der Abbau an weniger geeigneten Standorten möglich gemacht würde, fehlen der Saline Schweizerhalle ohne Salz der Rütihard 4,5 Mio. Tonnen Salz – eine Menge, die sonst rund 25 Jahre reichen würde. Die Schweizer Salinen haben alle ihr gemäss Konzession zur Verfügung stehenden Standorte evaluiert. Alternative Salzfelder sind aufgrund der langwierigen Planungs- und Umsetzungsdauer keinesfalls rechtzeitig verfügbar und daher erst für spätere Etappen vorgesehen.

Sondierung schafft Basis für sichere Salzgewinnung

Sondierbohrungen gehören zum üblichen Vorgehen bei der Erschliessung von neuen Salzgewinnungsgebieten. Die vertieften Erkenntnisse zur lokalen Geologie und Hydrogeologie sind unerlässlich, um eine sichere Salzgewinnung unter der Rütihard detailliert abklären zu können. Zudem dienen die zwei Sondierbohrungen dazu, letzte Fragen bezüglich der Ausdehnung und Qualitätsmerkmale des Salzvorkommens zu klären. Die Schweizer Salinen hatten bereits 2016 Bohrbewilligungen eingeholt, die Sondierbohrungen jedoch im Frühling 2018 vertagt, um Gespräche über deren Rahmenbedingungen zu führen. Die Aufnahme der ersten Sondierbohrungen erfolgte nun im Januar 2019 und die zweite Sondiebohrung startete im Oktober 2019. Die angekündigten Bohrungen erfolgen unter Auflagen des Amtes für Umweltschutz und Energie (AUE) sowie in enger Absprache mit der Einwohnergemeinde Muttenz und der Bürgergemeinde Muttenz als Landbesitzerin. Im Interesse einer möglichst breit abgestützten Untersuchung begleiten neben den erfahrenen Geologen der Schweizer Salinen weitere unabhängige Fachpersonen die Sondierbohrungen.

Rasche Erschliessung

Die unterirdische Salzgewinnung ist temporär mit Bautätigkeiten, welche 4-6 Wochen andauern, und gewissen Belastungen für die Umgebung verbunden. Das Bohrgerät zum Erschliessen der Salzvorräte reicht rund 300 Meter in die Tiefe und ist in der unmittelbaren Umgebung hörbar. Falls nötig werden Schallschutzwände installiert.

Für jeden der rund 6-8 Förderschächte pro Etappe bohrt ein mobiles Bohrgerät während ca. 4-6 Wochen langsam in die Tiefe.

Ebenso werden für den Bau unterirdischer Leitungen Gräben ausgehoben, die nach dem Verlegen der Leitungen umgehend wieder verschlossen und in Begleitung eines kantonalen Sachverständigen renaturiert werden. Die Gräben sind in der Regel gut 1 Meter tief und weisen eine Breite von bis zu 2 Metern auf. Die Länge variiert je nach Lage.

Der Leitungsbau nimmt pro Etappe rund ein halbes Jahr in Anspruch.

Nach dem Verlegen der Leitungen werden die Gräben wieder fachgemäss verschlossen und rekultiviert.

Umweltverträglicher Betrieb

Nach der Erschliessung eines Salzfelds, die insgesamt etwa ein Jahr dauert, wird pro Etappe in der Regel für rund 10-20 Jahre Salz gewonnen. Dieser Prozess ist geräuschlos und an der Oberfläche nicht sichtbar. Nach einer mehrjährigen inaktiven Phase zur Beobachtung werden die Bohrlöcher sicher verschlossen und sämtliche bauten in Absprache mit den Grundeigentümern und Pächtern entfernt.

Nach der Erschliessung eines Salzfelds wird pro Etappe in der Regel für rund 10-20 Jahre Salz gewonnen – geräuschlos und unsichtbar.

Schutz von Lebens- und Erholungsräumen

Die Schweizer Salinen führen die Bohrungen und die unterirdische Salzgewinnung mit der grösstmöglichen Umweltverträglichkeit durch. Selbstverständlich halten sie sich an sämtliche Vorschriften und unterschreiten in der Regel die gesetzlichen Grenzwerte deutlich. Da die Salzgewinnung komplett unterirdisch erfolgt, bleibt das Land bis auf wenige Flächen während der gesamten Dauer uneingeschränkt nutzbar für die Landwirtschaft und Naherholung. Über die gesamte Dauer der Salzgewinnung arbeiten die Salinen eng mit externen Experten der kantonalen und Gemeindebehörden sowie mit ausgewiesenen Bodenfachkundigen zusammen.

Die Förderplätze können für ökologische Nutzungen (hier mit Bienenhotel und Amphibienteich) verwendet werden.

Verantwortungsvolle Rekultivierung des Lands

Nach Abschluss der Salzgewinnung werden die Gebiete sorgfältigst rekultiviert respektive renaturiert. Wie die bisherige Salzgewinnung im Gemeindegebiet zeigte, bleibt die Biodiversität während und nach der Salzgewinnung intakt.