Seismische Messungen im Konzessionsgebiet

Die Schweizer Salinen werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 seismische Messungen im Konzessionsgebiet im Kanton Basel-Landschaft vornehmen. Diese liefern ein genaues Bild des geologischen Untergrunds und ermöglichen langfristige Planungssicherheit für die heimische Salzversorgung in den nächsten 50 Jahren.

Die Schweizer Salinen sind von den 26 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein beauftragt, die solidarische, unabhängige und zuverlässige Salzversorgung der Schweiz aus einheimischer Produktion sicherzustellen. In Erfüllung dieses Auftrags erweitert das Unternehmen die Salzlandkarte der Schweiz stetig und ergänzt das geologische Wissen um Tiefe, Mächtigkeit, Lage und Reinheit der Salzvorkommen. Zu diesem Zweck führen die Schweizer Salinen in geeigneten Regionen neben Sondierbohrungen auch oberflächliche Schallmessungen durch, so beispielsweise letztmals im Raum Arisdorf/Liestal im Jahr 2015.

Seismische Messungen erhöhen Planungssicherheit für die heimische Salzversorgung

Im Rahmen ihres Auftrags zur langfristigen Planung einer nachhaltigen und sicheren Salzversorgung werden die Schweizer Salinen im kommenden Jahr weitere oberflächliche seismische Schallmessungen im Konzessionsgebiet im Kanton Basel-Landschaft vornehmen. Die Messungen werden beinahe ausschliesslich ausserorts stattfinden in den Gemeinden Liestal, Frenkendorf, Pratteln, Muttenz, Münchenstein und Arlesheim.

Diese Untersuchungen erlauben es, das gesamte Konzessionsgebiet mit möglichst geringer Aussenwirkung auf qualitativ hochstehende Weise zu erkunden. Mit den gewonnenen Daten können die Schweizer Salinen unter anderem die Planung anstehender und künftiger Förderprojekte im Kanton Basel-Landschaft verfeinern. Seismische Messungen sind das bevorzugte Mittel, um den geologischen Untergrund in grossen Gebieten zu untersuchen.

Die Messkampagne wird voraussichtlich im dritten Quartal 2020 erfolgen. Sie wird insgesamt etwa einen Monat dauern, wobei die lokale Präsenz jeweils von kürzerer Dauer ist. Die seismischen Untersuchungen können kurz anhaltende Lärmemissionen und leichte Vibrationen verursachen. Die Schweizer Salinen werden frühzeitig mit allen betroffenen Gemeindebehörden, Landeigentümerinnen und Landeigentümern, Anwohnenden und weiteren Anspruchsgruppen in Kontakt treten und sie detailliert über die geplanten Arbeiten informieren.

Oberflächliche Schallmessungen nach Stand der Technik

Bei den geplanten seismischen Messungen erzeugen Vibrationsfahrzeuge für jeweils ca. 20-30 Sekunden Schwingungen, die sich im Untergrund ausbreiten und von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert werden. Spezielle Mikrofone, sogenannte Geofone, zeichnen die zurückgeworfenen Wellen auf. Geologen können mit diesen Daten die Lage und Struktur der Schichten im Untergrund auf detaillierten Karten darstellen. Von besonderem Interesse sind Erkenntnisse zur Mächtigkeit (Dicke), Tiefe und räumlichen Verteilung der Salzschichten. Darüber hinaus liefern seismische Messungen grundlegende Informationen zum geologischen Aufbau des Untergrunds und zeigen geologische Störungszonen auf.

Die seismischen Messungen erfordern eine kantonale Bewilligung. Das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) des Kantons Basel-Landschaft plant zeitgleich gleichartige Messungen im Gebiet Muttenz. Die Messungen erfolgen koordiniert, da sich das Untersuchungsgebiet des AUE teilweise mit demjenigen der Schweizer Salinen überlappt. So werden Synergien genutzt und wiederholte Emissionen vermieden. Die Auswertung der geologischen Daten erfolgt unabhängig.

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