Fragen & Antworten

Die unterirdische Salzgewinnung im Nordfeld, das heute landwirtschaftlich genutzt wird, befindet sich in der Planungsphase. Die Schweizer Salinen stehen in Kontakt mit den Gemeindevertretern, den betroffenen Landeigentümern und Pächtern sowie mit den lokalen Naturschutzvereinen. Die Bevölkerung der Gemeinden Möhlin, Rheinfelden, Wallbach und Zeiningen wurden mittels Newsletter über das Projekt informiert.

 

Ergänzend zu den bisherigen geologischen Untersuchungen werden die Schweizer Salinen im Herbst 2020 seismische Messungen im unteren Fricktal durchführen. Anschliessend sind zwei Sondierbohrungen an noch festzulegenden Orten geplant. Die gewonnenen Erkenntnisse sind unerlässlich zur Ausarbeitung des detaillierten Projektplans und der Baugesuche für das Nordfeld. Das gesamte Bewilligungsverfahren dauert in der Regel rund zwei Jahre. Somit werden die Schweizer Salinen frühestens 2022 mit den Bauarbeiten der Soletransportleitung und der Erschliessung des Nordfelds mit Pumpstation und Salzbohrungen beginnen können.

Das Nordfeld bleibt ein Raum für alle, wie das aktuelle Feld Bäumlihof südwestlich von Möhlin zeigt. Spaziergänge, Velotouren und Ausritte werden zu jeder Zeit möglich sein. Die unterirdische Salzförderung ist geräuschlos, die Erschliessungsarbeiten werden so kurz und so schonungsvoll wie möglich gehalten. Das Gebiet bleibt ein fruchtbarer Boden. Salzgewinnung und Landwirtschaft laufen seit jeher Hand in Hand. Es bleiben keine sichtbaren Spuren der Salzgewinnung zurück.

Die Salzgewinnung findet ausserhalb vom Siedlungsgebiet statt. Sie erfolgt unterirdisch und ist geräuschlos. Die Erschliessung des Nordfelds erfolgt in 6 Etappen. Wir rechnen pro Etappe mit rund 1 Jahr für den Leitungsbau und die Bohrungen. Diese Bautätigkeiten führen zu gewissen Belastungen für die Umgebung. Die Bohrungen führen in der näheren Umgebung zu Lärmimmissionen, die vier bis sechs Wochen andauern. Die Schweizer Salinen werden die Lärmbelastung, die durch die Bohrung entsteht, mit Massnahmen wie Lärmschutzwänden soweit wie möglich reduzieren. Für den Bau unterirdischer Leitungen werden Gräben ausgehoben, die nach dem Verlegen der Leitungen umgehend wieder verschlossen und renaturiert werden. Die Salinen werden alles daran setzen, jegliche Auswirkungen so geringfügig und so kurzfristig wie möglich zu halten.

Während der einjährigen Bauzeit wird pro Förderschacht ca. 4-6 Wochen mit einem mobilen Bohrgerät in die nötige Tiefe gebohrt. Danach wird das Bohrgerät entfernt – es bleibt lediglich ein Schachtdeckel sichtbar. Die Schächte liegen immer mindestens 115 Meter, häufiger auch weiter auseinander. Parallel dazu erfolgt der Leitungsbau analog einer Wasserleitung. Dieser kann mehrere Monate dauern. Anschliessend werden die Förderplätze in der Grösse eines Volleyballplatzes sorgfältig hergerichtet. Diese können begrünt oder in Zusammenarbeit mit lokalen Umweltorganisationen für ökologische Projekte genutzt werden.

Während der Salzgewinnung beträgt die Bohrplatzgrösse etwas 26x8m. Hier suchen die Schweizer Salinen individuelle Lösungen mit den Landwirten und entschädigen sie nach üblichen Ansätzen für besetzte Flächen. Momentan planen die Schweizer Salinen mit maximal 51 Bohrplätzen, wobei sich diese Zahl aufgrund der Resultate der Sondierbohrungen noch ändern kann. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Bohrplätze rasch zu ökologischen Nischen entwickeln und so einen aktiven Beitrag zur Artenvielfallt von Fauna und Flora liefern. Zusätzlich zu den ökologischen Ausgleichsmassnahmen im Rahmen der Salzgewinnung unterstützen die Schweizer Salinen mit dem neuen Naturfonds „Salzgut“ Natur- und Landschaftsschutzprojekte in den Gebieten, in denen sie Salz gewinnen.

Wege und Zufahrten bleiben über die gesamte Dauer der unterirdischen Salzgewinnung durchgängig benutzbar. Ganz lokal kann es zu kurzzeitigen Unterbrüchen kommen, die jedoch, wenn immer möglich, frühzeitig angekündigt werden.

Jede der sechs vorgesehenen Etappen beginnt mit einer Erschliessungsphase, die rund ein Jahr dauert. Zwischen den Etappen liegt jeweils eine Pause von ungefähr drei bis fünf Jahren. Die anschliessende Phase der Salzgewinnung ist geräuschlos und erfolgt unterirdisch. Die Salzvorkommen unter dem Nordfeld decken die geschätzte Nachfrage der Schweiz über einen Zeitraum von rund 20 bis 30 Jahren.

Nein. Ohne das Nordfeld fehlen der Saline Riburg nach heutigem Wissensstand rund 7,6 Mio. Tonnen Salz. Diese Menge stellt die nationale Salzversorgung nach 2026 für 20 bis 30 Jahre sicher. Alternative Salzfelder innerhalb des Konzessionsgebiets stehen den Salinen frühestens ab 2040 zur Verfügung. Das aktive Bohrfeld Bäumlihof südwestlich von Möhlin liefert jedoch nur noch bis in Jahr 2027 Salz.

Die genauen Hintergründe für die Senkung zwischen Rheinfelden und Möhlin konnten nie ganz geklärt werden. Es hatte sicher mit dem Salzvorkommen und auch mit dessen Abbau zu tun. Damals war das Verfahren aber ein ganz anderes als heute. Vermutlich entstand unbemerkt eine zu grosse Salzkaverne, die einsank. Der Vorfall war eine Zäsur. Wir änderten das Verfahren so, dass wir heute europaweit führend sind bei der Sicherheit. Mit der heute verfügbaren Technologie können die Bohrfachleute den Fortschritt der Salzauflösung im Untergrund metergenau überwachen und steuern.