Wie die Schweizer Salinen in der Krise agieren

Die Nachfrage nach Speisesalz ist aufgrund der Corona-Krise gestiegen. Marcel Plattner, Geschäftsentwickler Speisesalze der Schweizer Salinen, über die Auswirkungen der Krise auf den Detailhandel und den Umgang mit der Herausforderung.

Ein häufiges Bild in diesen Tagen: leere Regale in den Einkaufsläden. Betrifft dies auch das Speisesalz der Schweizer Salinen?

Das Speisesalz in Kleinpackungen war davon teilweise betroffen, sei dies bei JuraSel oder bei Sel des Alpes. In den ersten Tagen mussten sich alle Partner der Lieferkette auf die neuen und noch nie dagewesenen Gegebenheiten einstellen – von der Produktion bis in die Regale der Händler.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Detailhändlern wie Coop oder Migros?

Die letzten Wochen waren sehr intensiv. Wir stehen täglich im Kontakt mit unseren Kunden. Dadurch konnten wir zeitnah reagieren. Die Verkäufe sind zeitweise an manchen Orten auf über das Vierfache angestiegen. Darauf mussten die Detailhändler reagieren und haben bei uns mehr bestellt. Durch die rasche Umstellung auf einen Zwei-Schicht-Betrieb in unserer Produktion und die kontinuierliche Abstimmung intern mit dem Supply-Chain-Bereich und unseren externen Abnehmern konnten wir dies jedoch gut bewältigen.

Können Sie die erhöhte Nachfrage des Handels nach Speisesalz oder Regeneriersalz auch für die kommenden Monate befriedigen?

Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage in den kommenden Wochen wieder normalisieren wird. Als Grundversorgerin für den Schweizer Markt sind wir auf Situationen mit grossen Absatzschwankungen produktionstechnisch und logistisch vorbereitet – insbesondere auch durch unsere Rolle im Winterdienst. Unsere Lagerkapazitäten erlauben uns, die Versorgung auch in den kommenden Monaten sicherzustellen. Gerade jetzt zeigt sich, wie wertvoll es ist, dass wir eine heimische Salzproduktion haben und nicht vom Ausland abhängig sind.

Müssen wir künftig mehr fürs Salz bezahlen?

Nein, Salz wird nicht teurer werden! Dies ist ein Vorteil unserer Stellung im Markt. Wir haben im Namen aller Kantone einen Versorgungsauftrag für die Schweiz. Dieser Verantwortung kommen wir auch in Zeiten erhöhter Nachfrage zuverlässig ohne Preisaufschlag nach.

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