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Le Bélier Écolo: Wie die Gemeinde Bex ihre nachhaltige Entwicklung stärkt

«Aktionen für den Naturschutz durchzuführen ist gut, darüber auch zu sprechen, ist besser» – mit diesem Vorsatz möchte die Gemeinde Bex ihre nachhaltige Entwicklung weiter vorantreiben und verankern. Im November 2022 ist die dritte Ausgabe der Zeitung ’Le Bélier Écolo‘ erschienen, die einmal jährlich über verschiedene lokale Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Naturschutz berichtet. Die aktuelle Ausgabe widmet sich lokal erzeugter erneuerbaren Energie. Als eines der ersten Umweltbildungsprojekte unterstützt der Naturfonds Salzgut der Schweizer Salinen den Aufbau und die Herausgabe dieser Zeitung bereits seit 2020.

Lachende Frau zeigt drei Magazine.
Die Projektleiterin Tatoun Rogenmoser mit allen drei bisher erschienenen Ausgaben von ‘Le Bélier Écolo’ (Foto: Municipalité de Bex).

Seit 2011 trägt die Gemeinde Bex das Label ’Energiestadt‘, das vom gleichnamigen Kompetenzzentrum für lokale Energie- und Klimapolitik in der Schweiz vergeben wird. Im Bereich der nachhaltigen Entwicklung unternimmt die Gemeinde auf ihrem Gebiet von insgesamt 97 km2 zusammen mit ihren mehr als 8.000 Einwohnern sehr viel: Der Nachhaltigkeitsgedanke soll einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und anstecken.

Unter diesem Blickwinkel schuf die Gemeinde eine neue Stelle für eine Nachhaltigkeitsbeauftragte und startete 2020 ihre Lokalzeitung ’Le Bélier Écolo‘. Ziel der Zeitung ist es, die eigene Bevölkerung für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und sie auf die grosse Bandbreite an bestehenden lokalen nachhaltigen Aktionen und Akteuren aufmerksam zu machen. Seitdem erhält jede in der Gemeinde wohnhafte Person einmal pro Jahr die Zeitschrift kostenlos zugestellt, die als Schaufenster zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde dienen soll. «Die lokale Verankerung war von Anfang an zentraler Bestandteil der Projektidee und entsprechend sorgfältig wurde auch der Titel der Zeitung ausgewählt», sagt Tatoun Rogenmoser, Projektleiterin und Delegierte für Energie und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Bex. ‘Le Bélier Écolo’ zeigt die Verbindung zwischen der Region – der Widder (franz. le bélier) ist das Wahrzeichen von Bex – und deren Schutz auf.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Chance

Der Projektbeginn gestaltete sich besonders intensiv, erzählt Tatoun Rogenmoser: «Das Team fing bei null an. Alles musste neu entworfen und umgesetzt werden: das Design, der Inhalt wie auch der Druck der Zeitung. Ins Leben gerufen wurde die Initiative durch den Bürgermeister von Bex, Alberto Cherubini – dank seinen guten Kenntnissen und Kontakten zum Verlagswesen und dem Journalismus erschien die erste Ausgabe von ‘Le Bélier Écolo’ bereits im November 2020». Ein Erfolgsfaktor war und ist die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen lokalen Akteuren, unter anderem zwischen der Gemeinde Bex, deren Schule, den Kommissionen von Energiestadt und jener für nachhaltige Entwicklung, dem Verein «Alpes vivantes» wie auch den Medienschaffenden von ’Le Bélier Écolo’.

Erfolg über ‘Le Bélier Écolo’ hinaus

‘Le Bélier Écolo’ wird einmal jährlich mit einer Gesamtauflage von etwa 4.500 Exemplaren veröffentlicht und gelangt so druckfrisch in jeden Haushalt von Bex. Die Gemeinde stellt die Ausgaben aber auch online auf ihrer Website unter der neuen Rubrik «Nachhaltige Entwicklung» zur Verfügung.

Nebst der Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens ist für den ’Bélier Écolo‘ zudem wichtig, eine Brücke zwischen den kommunalen Strategien und den konkreten Aktionen der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürgern zu schlagen. So wird in der aktuellen Ausgabe beispielsweise über die Erhaltung der Esskastanie durch den Eigentümerverband ‘Groupement chablaisien des propriétaires de châtaignères’ berichtet, der sich um die Pflege einer 6000 m2 grossen Kastanienselve in Bex kümmert. Auch das Nachhaltigkeitsprogramm ‘Cosmopolis’ wird vorgestellt, welches mit dem Verein LICHEN unter der Federführung von Jean-Michel Koehler durchgeführt wird. Dieses Projekt wird mit der Schule in Bex umgesetzt und soll den Schülerinnen und Schülern helfen, ihr eigenes Verhalten in Bezug auf verschiedene Themen wie Abfall und Energie bewusst zu machen und zu reflektieren.

«Die Projektentwicklung ist für uns sehr erfreulich», weiss Tatoun Rogenmoser begeistert zu berichten, «die Rückmeldungen sind durchweg positiv und immer mehr Personen wenden sich an die Zeitung, um über ihre eigenen nachhaltigen Aktionen zu berichten. Wir haben unsere Ziele mit dem Projekt bisher erreichen können und hoffen, dass wir in der Zukunft auf diesem Erfolg aufbauen und noch mehr bewirken können.»

‘Le Bélier Écolo’ braucht finanzielle Unterstützung

Bildung und Wissenstransfer im Bereich ‘Nachhaltige Entwicklung’ sind in Zeiten von Klimawandel und Energiekrise von grosser Bedeutung. 

Für Tatoun Rogenmoser ist die grösste Herausforderung jedoch die Finanzierung. Das Projekt ‘Le Bélier Écolo’ wäre ohne die Unterstützung des Naturfonds Salzgut nicht möglich gewesen, ist sie überzeugt. Bis 2023 sei die Finanzierung noch gesichert, doch es stelle sich die Frage, wie ein solches Projekt langfristig finanziert werden könne. 

Umweltbildung sei enorm wichtig, doch es stünden nur wenig Mittel zur Verfügung. Der Wille weiterzumachen sei aber auf jeden Fall da. Alle wollen das Abenteuer von ‘Le Bélier Écolo’ fortsetzen – einer Zeitschrift, die alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde zusammenbringt, vernetzt und zum nachhaltigen Handeln motiviert!

Kinder stehen auf Bild aus Zigarettenstummeln
Bei der Aktion «Coup de Balai» machen die Bürgerinnen und Bürger von Bex zusammen mit den Schülerinnen und Schülern Jagd auf den Müll. Die Teilnehmenden gestalteten ein Fresko aus in der Gemeinde gesammelten Zigarettenstummeln. (Foto : Municipalité de Bex, Foto aus der aktuellen Ausgabe)

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