Seit über zehn Jahren stellt Muriel Lombardi Veuillet handgefertigte Karamelle her – verfeinert mit Salz aus den Mines de Sel de Bex. Was als kleines Frühstücksexperiment begann, ist heute ein Betrieb mit einer Jahresproduktion von rund sieben Tonnen.
Bis 2011 betrieb Muriel ein Gästezimmer bei sich zuhause. Für ihre Gäste stellte sie zum Frühstück eine Karamellcreme her, schon dannzumal verfeinert mit SEL DES ALPES aus Bex. Später ergänzte sie ihr Angebot mit Karamellbonbons. Beide Produkte kamen so gut an, dass Muriel sie in der Boutique der Mines de Sel de Bex verkaufen durfte.
Später wurden ihre Karamelle in das Degustationsangebote für Besucherinnen und Besucher aufgenommen. Die Nachfrage stieg so rasant, dass Muriels Mann seinen früheren Beruf aufgab, um sie in Vollzeit in ihrem Unternehmen «L’Atelier des Sables» in Bouveret (VS) zu unterstützen.
Morgens um halb sechs
Der Arbeitstag in der Karamell-Produktion startet früh: Um 5:30 Uhr beginnt Muriels Mann die Karamelle vom Vortag zu verpacken. Sie selbst beginnt um 8:00 Uhr. Drei Kessel laufen zeitgleich: zwei für Karamelle, einer für Karamellcreme. Pro Kessel entstehen bis am Mittag rund 8 Kilogramm Karamellspezialität. «Die Küchenwecker sind meine besten Verbündeten», sagt Muriel. «Alles ist auf die Minute genau getaktet.» Am Nachmittag – während das Karamell abkühlt – kümmert sich das Ehepaar Lombardi Veuillet um die Lieferungen, Verpackung und Administration.
Abends kehrt Muriel ins Atelier zurück und schneidet das Karamell vom Vormittag in Stücke. Nichts bleibt dem Zufall überlassen: Je nach Schnittrichtung verwendet sie ein anderes Messer, damit jedes Karamellstückchen perfekt aussieht. Alle Karamelle werden von ihr persönlich hergestellt und kontrolliert. Es sind ihre kleinen Kunstwerke.
Salz ist die entscheidende Zutat
«Unsere wichtigste Zutat ist das Salz. Es bricht die Süsse, gibt dem Karamell Schwung und bringt die Aromen hervor», sagt Muriel. Dabei setzt sie verschiedene Salzsorten der Mines de Sel de Bex ein: Das FLEUR DES ALPES harmoniert wegen seiner Grobkörnigkeit perfekt mit den Karamellstückchen, dafür kommt das feinere SEL DES ALPES in der Karamellcreme besser zur Geltung. Das richtige Verhältnis der Inhaltsstoffe ist das Ergebnis von dutzenden Versuchen und Anpassungen.
«Pro Tag produziert unser Familienbetrieb bis zu 30 Kilogramm: Jährlich sind das rund zwei Tonnen Karamellcreme und fünf Tonnen Karamelle», sagt Muriel. «Es ist intensiv, aber ich liebe die Handarbeit». In der Hochsaison arbeitet Muriel sieben Tage pro Woche. Die Mines de Sel de Bex bleiben der wichtigste Abnehmer ihrer preisgekrönten Produkte, inzwischen werden sie aber auch an 20 weiteren Verkaufsstellen angeboten.
Seit 2017 erhielten Muriel und ihr Mann am Concours Suisse des Produits du Terroir jedes Jahr eine Medaille. «Anderen Menschen eine Freude zu bereiten ist unsere Herzensangelegenheit. Dass unser Karamell aber auch beim Fachpublikum so gut
ankommt, motiviert uns zusätzlich», sagt Muriel.
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