Becherwerk-Sanierung: Der «Salzlift» der Saline Riburg wurde erneuert

Die Schweizer Salinen erneuerten in Riburg die Fördermaschine, die das Salz aus dem riesigen Saldome heraus befördert. Das alte Becherwerk hat ausgedient. Nach 18 Jahren Einsatz wurde es während 1,5 Monaten bis Ende November 2022 erneuert. Projektleiter Philipp Frey erzählt von logistischen Herausforderungen und warum es externe Firmen für ein solches Bauprojekt brauchte.

«Das Becherwerk ist in die Jahre gekommen. Allein für das Streusalz im Winter fördert es tagtäglich mehrere hundert Tonnen Salz vom Saldome 1 zu dem nebenan stehenden Silo der Verladestation, bei der gleichzeitig zwei Lkws sowie Bahnwagen verladen werden können. Nun muss es ersetzt werden», sagt Philipp Frey, Ingenieur der Schweizer Salinen, und blickt etwa 50 Meter in die Höhe zu dem imposanten Bauwerk.

Während der letzten 18 Jahren transportierte das Förderwerk mit seinen Bechern ähnlich wie ein Bagger das Salz aus dem Keller des Saldome 1 und führte es hin zum Silo der Verladestation für den Verlad und Weitertransport durch die Bahn und Lkws. Zu Spitzenzeiten betrug seine Förderleistung 400 Tonnen Salz pro Stunde, das entsprach dem Transportvolumen von etwa zehn voll beladenen Lastwagen. Das alte, aus Stahl gefertigte Becherwerk wurde selbsttragend konstruiert und hatte im Laufe der Zeit Rost angesetzt, weshalb Verstärkungsmassnahmen erforderlich wurden.

«Damit wir unsere hohen Sicherheitsstandards einhalten können, mussten wir reagieren», erläutert Philipp Frey. Im Wissen, das diese Verstärkungsmassnahmen nicht eine Langzeitlösung sein würden, entschloss man sich, das Becherwerk noch vor dem Wintergeschäft komplett zu sanieren. Insgesamt 1,5 Monate dauerten diese Bauarbeiten.

Gelber Pneukran steht neben einem Industriesilo
Das Becherwerk der Saline Riburg wurde mithilfe eines Pneukrans saniert.

Während dieser Phase blieb die Verladestelle beim Saldome 1 aus Sicherheitsgründen geschlossen. Damit das alte Becherwerk entfernt werden konnte, hob ein Pneukran den kompletten Gurt inklusive der Becher insgesamt 97 Meter in die Höhe. Ein spektakulärer Anblick, aber auch eine anspruchsvolle logistische Herausforderung. Die Arbeiten fanden tagsüber statt. Die Schweizer Salinen waren dafür besorgt, die Schallemissionen möglichst gering zu halten.

Für die Betreuung der Bauarbeiten setzten die Schweizer Salinen auf Swissness: Mit der Firma Frei Fördertechnik aus Rubigen (Kanton Bern) konnte ein kompetenter Lieferant gewonnen werden, der über die nötige Expertise verfügt und für pünktliche Materiallieferungen sorgte. «Die globalen Lieferengpässe haben die Planbarkeit der Bauarbeiten schwierig gemacht. Umso mehr sind wir froh, mit Frei Fördertechnik absolute Spezialisten im Boot zu haben», zeigte sich Philipp Frey zufrieden.

Die insgesamt 176 alten Becher, die beim Förderwerk das Salz griffen, wurden gemäss dem Ingenieur nur «überarbeitet». Im Fachjargon bedeutet dies: Die Becher wurden mit einem Hochdruckreiniger gewaschen und an beschädigten Stellen nachgeschweisst. Das sparte Zeit und war ressourcenschonender. Aus demselben Grund wurde die komplette Antriebseinheit revidiert und übernommen. Die selbsttragenden Schlote, die der grössten Korrosion unterworfen waren, wurden aber komplett durch neue, rostfreie ersetzt.

Die Bauarbeiten wurden am 30. November 2022 – fast eine Woche früher als vorgesehen – beendet und das Becherwerk wieder in Betrieb genommen.

Stahlbehälter liegen auf einem Betonboden in einem Industrieareal.
Geputzt und nachgeschweisst: Die Förderbecher des Becherwerks werden weiterverwendet.

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