100 Jahre Salzjodierung (Rückblick)

Vor genau 100 Jahren entschlossen sich die Schweizer Salinen und die Eidgenössischen Gesundheitsbehörden, Jod dem Speisesalz beizumischen. Jodmangel-Erscheinungen wie Kropf und Kretinismus verschwanden. Das Symposium «100 Jahre Salzjodierung» feierte diese gesundheitspolitische Revolution.

Salzkristalle liegen auf einer blauen Unterlage
Die Jodanreicherung von Speisesalz war eine grosse gesundheitspolitische Errungenschaft für die Schweiz.

Am 6. Oktober luden das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen wie auch die Fluor-Jod-Kommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) zum Symposium «100 Jahre Salzjodierung». BranchenvertreterInnen und WissenschaftlerInnen aus der Salzbranche tauschten sich zum Thema aus, darunter auch Urs Ch. Hofmeier, CEO Schweizer Salinen.

Mann mit Schnauz und Bart im Anzug
Dr. Hans Eggenberger war der erste, der dem Jodmangel in der Schweiz den Kampf erklärte. (Bildquelle: Werdenberger und Toggenburger Anzeiger)

In seiner Präsentation «Produktion und Verkauf von jodiertem Salz in der Schweiz» legte Urs Ch. Hofmeier dar, wieso die Eidgenossenschaft in der Bekämpfung von Jodmangel-Erscheinungen so einzigartig war. Denn: Eigentlich ist die Schweiz eine jodarme Region, gerade in den Alpenregionen. 

Ein Sonderfall in der Salzjodierung

Ein Sonderfall war die Schweiz auch bei der Anreicherung vom Speisesalz: Zum einen half das Initiativrecht, dass der Chirurg Hans Eggenberger aus Herisau im Jahr 1922 für die Zugabe von Jod erfolgreich Unterschriften sammeln konnte. Er erreichte, dass die Schweiz das erste Land weltweit war, das systematisch ein Nahrungsmittel anreicherte, um das Wohlergehen seines Volkes zu verbessern. Zum anderen liess das föderale System den Kantonen viel Spielraum bei der Zusammensetzung ihres Speisesalzes. So reicherte der Kanton Basel-Stadt beispielsweise statt dem Salz lieber das Wasser mit Fluor an.  

Überall gleich gesalzen wurde in der Schweiz ab dem Jahr 1995. Die «Verordnung des EDI über den Zusatz von Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Stoffen in Lebensmitteln» (VZVM) schuf einheitliche Standards für die Salzproduzierenden, beliess für die Konsumierenden dennoch die Wahl zwischen angereichertem und naturbelassenem Salz. Trotz der Wahlfreiheit der Konsumierenden ist die Salzjodierung ein voller Erfolg für die Volksgesundheit. Dank der exzellenten Zusammenarbeit zwischen der Schweizer Salinen und den eidgenössischen Gesundheitsbehörden unterstützt eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die Salzjodierung und macht diese zu einer der erfolgreichsten gesundheitspolitischen Massnahmen in der Geschichte der Eidgenossenschaft. 

 

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Tel. +41 61 825 51 51
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Tel. +41 61 825 51 51
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